Anachronistisches Liebesleid
Lustwandelnd steh‘ ich am Grabe der
Zuversicht, blick‘ in den Schlund im
Angesicht der verdorbenen Frucht, im
Beisein himmlischer Chöre, die singen,
sich wiegend im teuflischen Wind,
die singen von Erlösung und Freisein im
Duft der vor sich hin faulenden Frucht,
die mich anblickt, die Lust wandelt in
leuchtende Klarheit, undurchdringliche Trübnis,
unerträgliche Pein. So wend‘ ich den
Blick verzweifelt flehend auf dich
und seh‘ doch am Ende nur mich.
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