die Quelle versiegt in der quälenden Hitze
lodernder Feuer im Vorhof der Hölle.
Die Spannungen zwischen den Göttern
sich anderswo entladen, Blitze zucken
in weiter Ferne, kein Donner ans Ohr dringt,
nurmehr der Schweiß das Rinnsal nährt.
Mit dem Schweiß fließen die Gedanken dahin,
wer kann sie halten im endlichen Fiebertraum?
Das Blut brodelt und blubbert aus der offenen Wunde,
färbt das Rinnsal tiefrot, das Rinnsal Kakerlaken nährt,
die aus dem trockenen Schilf sich wagen,
derweil die Seele sich aus dem Körper schält,
ein letztes Mal hinabblickt auf den trockenen Leib.
Der Mühsal und Pein des Alltags entledigt,
lebt der Mensch wieder im Garten Eden,
kein Gott ihn daraus vertreibt,
so entbehrt dort die Seele den Leib,
lebt in der eigenen Welt mit all seinen Lieben,
macht und tut, wie‘s ihm gefällt,
schikaniert wen auch immer und frönt seinen Trieben,
oder tut Gutes und rettet die Welt,
erlebt den jüngsten Tag im Kinosaal oder eben
entspannt vor dem Stream auf dem Sofa liegend.
All das können wir heute schon haben,
steht irgendwo in Büchern geschrieben,
ist auf Filmrollen gebannt oder
in endlos scheinenden Abfolgen
von Bits und Bytes begraben,
auf den Prompt hin schamlos zu Tage gefördert,
vielleicht weckt uns ein inneres Beben,
vielleicht setzt dann holistisches Denken ein,
bevor die Natur unser Schicksal vollendet,
als hätt’s uns und unsere Welt nie gegeben.
gemächlich und ohne Mühsale zu verbringen.
Da ist nichts, worüber ich mir den Kopf zerbrechen möchte,
auch nicht über die Wissenschaft, so wertvoll sie auch sein mag.
Ich suche in den Büchern weiter nichts,
als mich bei einem ehrbaren Zeitvertreib zu vergnügen;
oder wenn ich mich in sie versenke,
so suche ich darin nur die Wissenschaft,
die von der Erkenntnis meiner Selbst handelt:
und die mich lehrt,
recht zu leben und recht zu sterben.“ (*)